Diagnosen
Depression

Ursachen der Depressionen

Die Ursachen der Depressionen sind vielfältig und komplex. Sie können vielfach erst im Rahmen einer intensiven Therapie hinreichend sicher ermittelt werden. Ursachen können sowohl in einer genetischen Disposition liegen als auch durch äußere Einflüsse begünstigt werden, wie chronischem Stress und psychosozialen Faktoren. Der Beginn der einzelnen Episoden ist oft mit belastenden Ereignissen oder Situationen in Zusammenhang zu bringen. Für das frühe Erkennen der Depression ist das Wissen um die Symptome (Krankheitszeichen) nützlich.

Symptome Depression

Die Diagnose „Depression“ kann bei Vorliegen von bestimmten Symptomen getroffen werden. Zur Anwendung kommt ICD 10. Die Abkürzung ICD 10 steht für "International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10. Auflage, herausgegeben von der (WHO) und im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit ins Deutsche übertragen als "Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme" Die Klassifikation ICD 10 wird von Arztpraxen und Krankenhäusern für Dokumentation und Überweisungen beigezogen. Die Diagnose sollte stets professionell abgesichert werden. Bei unklarer Diagnostik ist es sinnvoll, Differenzialdiagnostik einzusetzen, d. h. die Diagnosen anzugeben, die alternativ als Erklärung für die erho­be­nen Symptome in Frage kommen können oder zunächst mit Verdachts- oder Arbeitsdiagnosen zu arbeiten, die im Zeitablauf abgesichert werden. Eine gesicherte Diagnose wird als Basis für die Einleitung einer ziel­ge­rich­teten Therapie gesehen. Besonders während der Akutbehand­lung ist ein regelmäßiges Monitoring der Behandlung notwendig.

Diagnose von Depressionen

Abhängig von Anzahl und Schwere der Symptome ist eine depressive Episode als leicht (F32.0), mittelgradig (F32.1) oder schwer (F32.2 und F32.3) zu bezeichnen. Die häufigsten Krankheits­zeichen sind:

  • Die betroffenen Patienten leiden unter einer gedrückten Stimmung und einer Verminderung von Antrieb und Aktivität.
  • Die Fähigkeit zu Freude, das Interesse und die Konzentration sind vermindert.
  • Ausgeprägte Müdigkeit kann nach jeder kleinsten Anstrengung auftreten.
  • Der Schlaf ist meist gestört, der Appetit vermindert.
  • Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind fast immer beeinträchtigt.
  • Sogar bei der leichten Form kommen Schuldgefühle oder Gedanken über eigene Wertlosigkeit vor.
  • Die gedrückte Stimmung verändert sich von Tag zu Tag wenig, reagiert nicht auf Lebensumstände und kann von so genannten "somatischen" Symptomen begleitet werden, wie Interessenverlust oder Verlust der Freude, Früherwachen, Morgentief, deutliche psychomotorische Hemmung, Agitiertheit, Appetitverlust, Gewichtsverlust und Libidoverlust.

Schnell-Test Depression

Betroffene können sich auf Anhalts­punkte für die Stellung der Diagnose „Depression“ selbst testen.

Abgeleitet von den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissen­schaft­lichen Medizinischen Fach­gesell­schaften (AWMF) veröffentlicht unter www.awmf.org

 

Schnell-Test Depression

Fragen

Ich stellte über mindestens 2 Wochen bei mir fest

Hauptsymptome

Gedrückte, depressive Stimmung*
Interessenverlust, Freudlosigkeit*
Antriebsmangel, erhöhte Ermüdbarkeit*

Zusatzsymptome

Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit*
Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen*
Gefühl von Schuld und Wertlosigkeit*
Negative und pessimistische Zukunftsperspektiven*
Suizidgedanken / -handlungen*
Schlafstörungen*
Verminderter Appetit*

Für eine korrekte Auswertung müssen alle Fragen beantwortet werden.

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