Diagnosen
Angststörungen

Etwa ein Viertel aller Menschen leiden einmal in ihrem Leben unter einer Angststörung. Die Angststörung wird durch einen Arzt oder Psycholo­gi­schen Psychotherapeuten in einem Gespräch festgestellt.

Es handelt sich um Störungen, bei der Angst ausschließlich oder über­wiegend durch eindeutig definierte, eigentlich ungefährliche Situationen hervorgerufen wird. In der Folge werden diese Situationen typischerweise vermieden oder mit Furcht ertragen. Die Befürchtungen des Patienten können sich auf Einzelsymptome wie Herzklopfen oder Schwächegefühl beziehen, häufig gemeinsam mit sekundären Ängsten vor dem Sterben, Kontrollverlust oder dem Gefühl, wahnsinnig zu werden. Allein die Vorstellung, dass die phobische Situation eintreten könnte, erzeugt meist schon Erwartungsangst. Phobische Angst tritt häufig gleichzeitig mit Depression auf.

Ursachen

Es gibt Hinweise, dass Erbfaktoren die Krankheit mitverursachen. Verschie­dene Faktoren können bei der Entstehung von Angststörungen zusammenwirken. So spielen problematische Situationen in der Kindheit, die Erziehung durch die Eltern oder belastende Lebens­ereig­nisse eine Rolle, ebenso wie bio­che­mische Veränderungen im Gehirn. Bestimmte unrealistische Denkmuster können den Angst­erkrankungen ebenfalls zugrunde liegen.

Ausprägungen

Phobische Störungen behinhalten Störungen, bei der Angst ausschließlich oder überwiegend durch eigentlich ungefährliche Situationen hervorgerufen wird. Due Situationen werden dann vermieden oder furchtsam ertragen. Die Befürchtungen können sich auf Einzelsymptome wie Herzklopfen oder Schwächegefühl beziehen, häufig gemeinsam mit Ängsten vor dem Sterben, Kontrollverlust oder auch dem Gefühl, wahnsinnig werden zu können. Allein die Vorstellung, dass die Situation eintreten könnte, erzeugt meist schon Erwartungsangst. Die Phobische Angst tritt häufig gleichzeitig mit Depression auf.

 

Agoraphobie bezeichnet Störungen mit Befürchtungen, die Wohhnung zu verlassen, Geschäfte zu betreten, in Menschenmengen und auf öffentlichen Plätzen zu sein, alleine zu reisen. Eine Panikstörung kommt als häufiges Merkmal bei gegenwärtigen oder zurück­lie­gen­den Episoden vor. Depressive und zwanghafte Symptome sowie soziale Phobien sind als zusätzliche Merkmale gleichfalls häufig vorhanden. Die Vermeidung der Situation steht oft im Vordergrund. Einige Betroffene erleben nur wenig Angst, da es ihnen gelingt, die phobischen Situationen zu vermeiden

 

Soziale Phobien sind gekenn­zeich­net mit der Furcht vor prüfender Betrachtung durch andere Menschen. Diese Furcht fürht dann zur Vermeidung sozialer Situationen. Soziale Phobie ist oft mit niedrigem Selbstwertgefühl und Kritikfurcht verbunden. Die soziale Phobie kann sich in Beschwerden wie Erröten, Händezittern, Übelkeit oder Drang zum Wasserlassen äußern. Die Symptome können sich auch bis zu Panikattacken steigern.

 

Spezifische (isolierte) Phobien sind Phobien, die auf eng umschriebene Situationen wie Nähe von bestimmten Tieren, Höhen, Donner, Dunkelheit, Fliegen, geschlossene Räume, Urinieren oder Defäkieren auf öffentlichen Toiletten, Genuss bestimmter Speisen, Zahnarz­besuch oder auf den Anblick von Blut oder Verletzungen beschränkt sind. Obwohl die auslösende Situation streng begrenzt ist, kann sie Panikzustände wie bei Agoraphobie oder sozialer Phobie hervorrufen.

 

Andere Angststörungen bezeichnen Manifestationen der Angst als Hauptsymptome, ohne auf eine bestimmte Umgebungssituation bezogen zu sein. Depressive und Zwangssymptome, sogar einige Elemente phobischer Angst können hier vorhanden sein.

Das wesentliche Kennzeichen der Panikstörung sind wiederkehrende schwere Angstattacken (Panik), die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken und deshalb auch nicht vorhersehbar sind. Wie bei anderen Angsterkrankungen zählen zu den wesentlichen Symptomen plötzlich auftretendes Herzklopfen, Brustschmerz, Erstickungsgefühle, Schwindel und Entfremdungsgefühle. Oft entsteht sekundär auch die Furcht zu sterben, vor Kontrollverlust oder die Angst, wahnsinnig zu werden.

Bei der generalisierte Angststörung ist die Angst anhaltend. Sie ist nicht auf bestimmte Umgebungs­be­ding­ung­en beschränkt, oder auch nur besonders betont in solchen Situationen, sie ist vielmehr "frei flottierend". Die wesentlichen Symptome sind variabel, Beschwer­den wie ständige Nervosität, Zittern, Muskel­span­nung, Schwitzen, Benommenheit, Herz­klopfen, Schwindelgefühle oder Oberbauchbeschwerden gehören zu diesem Bild. Häufig wird die Befürchtung geäußert, der Patient selbst oder ein Angehöriger könnten demnächst erkranken oder einen Unfall haben.

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